Feinschmecker, versammelt euch!|Mondkuchen aus der Tang-Dynastie Im Xinjiang-Museum gibt es einen Mondkuchen aus der Tang-Dynastie, der über 1300 Jahre alt ist🥮 Er wurde 1972 aus dem Grabkomplex Astana M230 in Turfan ausgegraben. Dank des trockenen Klimas in Xinjiang ist er in erstaunlich gutem Zustand erhalten geblieben. Die feinen Muster des Bao Xiang Hua sind deutlich zu erkennen. Sieht er nicht aus, als wäre er gerade erst gebacken worden? Die Zutaten sind Weizenmehl. Er wurde in Form gepresst und gebacken, mit einem Durchmesser von etwa 6,5 cm. Um jedoch den Inhalt zu untersuchen, müsste man ihn zerbrechen, weshalb unklar bleibt, welche Füllung er hatte. „Mondkuchen“ wird auch „Duan Yuan Bing“ genannt. Die Herkunft ist unklar, aber zumindest in der Tang-Dynastie existierte er bereits. In „Luo Zhong Jian Wen“ gibt es einen Bericht, dass der Tang-Kaiser Xizong während des Mittherbstfestes den neu bestandenen Jinshi-Mandarinern Mondkuchen schenkte. Der Name „Mondkuchen“ taucht klar in der Zeit der Nord-Song-Dynastie auf. Der Literat Su Dongpo hat in seinem Gedicht „Mondkuchen“ folgendes geschrieben: „Kleine Kuchen, als ob sie den Mond beißen. Darin sind Butter und Zucker. Wenn man still genießt, tränkt der Geschmack die Tücher mit Tränen der Sehnsucht.“ Aus diesem Gedicht erfahren wir, dass die Mondkuchen damals Butter (eine Art Milchfett) und Malzzucker enthielten und dass Mondkuchen mit Einheit und Sehnsucht verbunden waren. Welche anderen Snacks aus der Tang-Dynastie wurden noch in Xinjiang ausgegraben? Das ist ein Thema für das nächste Mal. Folge mir!